Ende der letsten Eiszeit

Vor rund 11.000 Jahren neigt sich die letzte Eiszeit ihrem Ende zu. Es wird nach und nach wärmer, und das hat Folgen. So wachsen zum Beispiel immer mehr und andere Arten von Bäumen und Sträuchern. Und der Mensch … auch der verändert sich und past sich an.

Geluidsbestand

Mit dem Mammut meint es das Schicksal hingegen nicht so gut. Als unsere Rentierjäger hier vorbeikommen, ist es bereits ausgestorben. War es der Klimawandel oder vielleicht doch der Mensch, der zur Ausrottung der Mammute führte?

Aufgabe: Siehst du in der Grube dieses riesige Skelett? Das ist das Skelett eines Mammuts. Schaue es dir aus der Nähe an. Und im Wald hinter dem Hochseilgarten kannst du Lager bauen!

 

Klimaänderung

Vor ungefähr 20.000 Jahren verschwindet das Mammut aus unserer Region. Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass die Klimaerwärmung daran schuld war. Das Skelett des Mammuts soll deshalb auch auf den aktuellen Klimawandel aufmerksam machen. Doch Studien über das Aussterben der Megafauna zufolge, die erst an der Universität Cambridge (Großbritannien) und kürzlich auch an der Universität Aarhus (Dänemark) durchgeführt wurden, soll das Mammut aufgrund des Jagdverhaltens des Menschen ausgestorben sein. In einem solchen Fall wäre das Skelett des Mammuts eine Warnung vor dem negativen Einfluss des Menschen auf die Natur.

 

Quelle: https://scientias.nl/heel-veel-grote-zoogdieren-zijn-uitgestorven-en-wetenschappers-weten-eindelijk-hoe-dat-komt

https://www.cambridge.org/core/journals/cambridge-prisms-extinction/article/latequaternary-megafauna-extinctions-patterns-causes-ecological-consequences-and-implications-for-ecosystem-management-in-the-anthropocene/E885D8C5C90424254C1C75A61DE9D087

 

Die Entwicklung der Jagdmethoden

Diese Seilkonstruktion veranschaulicht die Entwicklung der Jagdwaffen. Vor etwa 17.000 bis 14.000 Jahren verwendete der Mensch für die Rentierjagd Speer und Speerschleuder. Im darauffolgenden Zeitalter wurde es jedoch wärmer, und es entstanden Wälder. Hier war es schwieriger, mit dem Speer zu jagen. Der Mensch musste deshalb neue Jagdmethoden entwickeln und erfand somit Pfeil und Bogen. Ob dies auch das endgültige Ende der Jagd mit Speerschleuder und Speer bedeutete, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Ethnografische Studien über die Inuit zeigen jedenfalls, dass diese noch immer beide Jagdtechniken verwenden. Wenn sie mit ihrem Kajak auf die Jagd gehen, verwenden sie Speer und Speerschleuder. Bei der Jagd an Land benutzen sie jedoch Pfeil und Bogen.

 

Quelle: https://www.researchgate.net/publication/264002573_Cattelain_P_-_2005_Propulseurs_magdaleniens_marqueurs_culturels_regionaux_In_Dujardin_V_dir_Industrie_osseuse_et_parures_du_Solutreen_au_Magdalenien_en_Europe_Memoire_XXXIX_de_la_Societe_prehistorique

Hörgeschichte

Orin: Schau mal: Das Skelett da unten in der Grube ist kein Pappenstiel. Es gehört zu einem Mammut, das hier gelebt hat. Seht euch diese Stoßzähne an. Das ist etwas anders als die Stoßzähne eurer Elefanten, oder? Die Mammuts hier hatten Stoßzähne, die bis zu 4 Meter lang werden konnten. 150 kg pro Stück. Das ist so viel wie zwei Klaviere!  

 

Orin: Die Mammuts, die hier lebten, waren nicht so groß. Wenn man sie kahl rasiert und ihre Zähne etwas kürzer feilt, kämen wir ungefähr auf einen asiatischen Elefanten. Aber sie sind jetzt ausgestorben. Es wurde ihnen zu heiß, jetzt, wo die Eiszeit zu Ende geht. Sie hatten Haare, die bis auf den Boden hingen, wie eine dicke Decke. 

 

Orin: Aber meine Urgroßeltern haben sie oft gejagt. Papa erzählt gerne von ihnen, wenn wir abends um das Feuer sitzen. 

 

Papa:  it einer großen Gruppe von Männern, aus verschiedenen Stämmen, trieben sie das Mammut vorwärts, mit Fackeln, weil sie Angst vor Feuer hatten. (Spannung) näher und näher und das Mammut geriet in Panik. Dann peitschte es wild mit dem Kopf herum und seine Stoßzähne reichten meterweit. Denn jeder, der ihm zu nahe kam, wurde aufgespießt. Sehr gefährlich!

 

Orin: (heldenhaft) Aber meine Vorfahren waren mutig, sie waren Draufgänger (Überlegung) zumindest sagt das Papa.

 

Papa: Und das Mammut flüchtete.... vor dem Feuer und den schreienden Männern. Sie trieben es in die Grube, und schließlich sprang es, blind vor Panik, und sah seinem eigenen Tod entgegen. 

 

Orin: Wenn eine solche Jagd erfolgreich war, gab es wieder Fleisch, sehr viel Fleisch. Davon konnten die verschiedenen Stämme lange leben. Die Kälte hat dafür gesorgt, dass das Fleisch frisch blieb. Aber diese Jagden führten auch dazu, dass es immer weniger Mammuts gab. Und zusammen mit den heißen Sommern verschwanden sie schließlich, starben aus. Und jetzt jagen wir Rentiere. Gibt es noch Rentiere in euren Gefilden? Nein, das glaube ich nicht, oder?  Dafür ist es auch in euren Ebenen zu heiß geworden.... Sie werden nach Norden gezogen sein.